Der Schlosspark ist ein integraler Teil des Schloss- und Parkensembles Brody. Der an das Schloss angrenzende Park erstreckt sich nördlich auf beiden Seiten des Pförtner-Sees auf einer Fläche von ca. 100 ha. Seit wann ein Garten das Anwesen zierte, lässt sich heute nicht zweifelsfrei nachweisen. Die Gründung, Entwicklung und Umgestaltung der Parkanlage war eng mit dem Schlossbau verbunden.
1670 ließ Ulrich von Promnitz das sogenannte neue Schloss errichten und einen Lustgarten im Renaissancestil am Schlossbau anlegen. Sein Gartenarchitekt war Johann Jakob Mencke aus Pförten. Er war Hofgärtner der sächsischen Kurfürsten und wurde 1713 nach Warschau delegiert, um dort den Sächsischen Garten für August den Starken anzulegen.

In den nächsten Jahren, unter Heinrich von Watzdorf, wurde der Lustgarten in den Parkbereich zwischen der Gartenfassade des Schlosses und dem See umgelegt.

 
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Seine Blütezeit hat der Schlosspark allerdings Heinrich Graf von Brühl zu verdanken, der 1740 Pförten für 160.000 Taler erwarb. Er initiierte den Umbau der Residenz, des dazu gehörenden Stadtteils und der Parkanlage im Stile des sächsischen Rokoko. Gartenarchitekt war Johann Christoph Knöffel, die Bauarbeiten beaufsichtigte Carl Heinrich von Heinecken.
Grundstrukturen des Gartens waren die Haupt- und Querachsen, den zentralen Bereich bildete das symmetrisch angelegte Broderieparterre. Rund um den See wurden Uferpromenaden angelegt. Zu damaliger Zeit wurde Pförten oft „Perle der Niederlausitz" oder „Garten der Lausitz" genannt.

Nach dem Tod Brühls wurde der Barockgarten verlandschaftlicht. Die Parterres wurden durch eine breit angelegte Wiese mit Einzelbäumen und Baumgruppen ersetzt. Aus dieser Zeit stammen die heute noch vorhandenen seltenen Gehölze (Tulpenbaum, Platane, Hänge-Buche, Schwarzkiefer, Gelb-Kiefer, Sumpfzypresse). Im See wurden zwei Inseln aufgeschüttet, die Schwaneninsel als Verlängerung der Hauptschlossachse und die Liebesinsel, an der sich eine Bootsanlagestelle befand. Der Park war den Einwohnern und Parkbesuchern frei zugänglich.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Park nicht mehr gepflegt und verfiel. Wertvolle Baum- und Straucharten, die im 19. und 20. Jh. gepflanzt wurden, wurden von einheimischen Arten verdrängt. Seit 2009 werden in Brody deutsch-polnische Parkseminare organisiert, bei denen ehrenamtlich Tätige aus Deutschland und Polen unter fachlicher Aufsicht Ordnungs- und Pflegearbeiten durchführen. Im Rahmen dieser Maßnahmen wurden bereits viele alte Parkräume und Blickachsen geöffnet. Der zur Gemeinde Brody gehörende Teil des Schlossparks wird laufend gepflegt.
Seit dem 16. November ist der Schlosspark Brody Mitglied im Europäischen Parkverbund Lausitz. Auf Initiative des Parkverbundes wurden 2012 sechs Informationstafeln an einem Rundweg zwischen Schloss, Stadt und Park aufgestellt und 2017 konnte dank der finanziellen Unterstützung der Hermann-Reemtsma-Stiftung aus Hamburg der historische Sarkophag im Park restauriert werden.

Bearb. von Ryszard Kowalczuk

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