Perle der Gartenkunst zwischen Berlin und Dresden

Formal und landschaftlich - so präsentiert sich der Schlosspark Altdöbern seinen Gästen. Diese seltene Kombination eines Barockgartens mit einem Landschaftspark entwickelt sich mehr und mehr zu einer Perle der Gartenkunst zwischen Berlin und Dresden. Die Spuren, die berühmte Architekten, Gartenkünstler und Bildhauer hier hinterlassen haben, werden seit einigen Jahren mustergültig saniert. Restaurierte Wege, spannende Sichtachsen, umfangreiche Bepflanzungen und originelle Parkarchitekturen sind immer wieder neu zu entdecken; die wiederhergestellte Orangerie mit Café belohnt die Besucher kulinarisch. 

 
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Von besonderer Bedeutung für die Gemeinde Altdöbern, deren Geschichte bis ins 12. Jahrhundert zurück reicht, ist das Barockschloss aus dem 18. Jahrhundert, welches in die fast 60 ha große, außergewöhnliche Parkanlage eingebettet ist. Anfang des 18. Jahrhunderts ließ der sächsische General Alexander Dietrich von Eickstedt anstelle einer alten Wasserburg das Schloss als Dreiflügelanlage mit drei Geschossen errichten. Carl Heinrich von Heineken ließ rund dreißig Jahre später Schloss und Park von den namhaftesten Dresdner Künstlern unter Leitung des Baumeisters Johann Christoph Knöffel zu einem außergewöhnlichen Rokokoensemble aus Architektur, Kunst und Gartenbau umgestalten. Dabei wurde der Garten auf fast das Sechsfache vergrößert und mit Kanälen, Wasserbecken, Springbrunnen, Brücken, Pavillons und kostbaren Sandsteinplastiken ausgestattet. Ende des 19. Jahrhunderts erfolgte unter dem Grafen Heinrich von Witzleben die Gestaltung eines 60 Hektar großen Landschaftsparks durch den bedeutenden Gartenkünstler Carl Eduard Petzold.

Interessierte Besucher haben ganzjährig die Möglichkeit, den Schlosspark zu besuchen. Saisonale Veranstaltungshöhepunkte, an denen auch die Besichtigung des Schlosses möglich ist sind „Lust am Garten“ im Juni und die "Parksommerträume" am zweiten Augustwochenende. Diese bieten klassische und moderne Unterhaltung, szenische Führungen, Ausstellungen und vieles mehr und inszenieren in der Samstagnacht Schloss und Park mit einem Lichterzauber. Zu beiden Terminen können sich Besucher bei Führungen durch Freiwillige der Internationalen Jugendbauhütte über den Sanierungsfortschritt im Park informieren, barocke Spiele im Französischen Garten sowie die musikalische Belebung des Barocken Heckentheaters erleben. Am Tag des offenen Denkmals im September werden zudem Fachführungen durch die restaurierten Schlossräume angeboten.

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