Eingebettet in die eindrucksvolle Landschaft des Muskauer Faltenbogens, liegt der Rhododendronpark Kromlau inmitten des Landschaftsschutzgebietes „Kromlau-Gablenzer Restseengebiet". Besonders, wenn sich zur Blütezeit der immergrünen Rhododendron und sommergrünen Freilandazaleen der Park in ein Blütenmeer verwandelt, ist Kromlau Anziehungspunkt für zahlreiche Besucher aus Nah und Fern. Doch auch die von Friedrich Herrmann Rötschke geschaffenen Basaltensembles in der Parklandschaft – im Besonderen die einzigartige Rakotzbrücke – erlangen einen immer größeren Bekanntheitsgrad. Unzählige Fotos der mystisch anmutenden Brücke finden sich mittlerweile im Internet.

Angelegt wurde der Kromlauer Park ab 1844 durch Friedrich Herrmann Rötschke, vermutlich angeregt durch den Fürsten Pückler und den Park in Bad Muskau.

 
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Charakteristisch für den Kromlauer Park unter Rötschke sind die zahlreichen bizarren Basaltkunstwerke, viele verschiedene Eichenarten, aber auch seltene fremdländische Gehölze, die er pflanzen ließ sowie die Steinplastiken im Rokoko-Stil, die den Park schmücken. Aus unbekannten Gründen tauschte er nach 33 Jahren seinen Besitz in Kromlau.

Die Anpflanzung von Rhododendron und Azaleen erfolgte ab 1890 durch den Grafen Friedrich Leopold von und zu Egloffstein. Die moorig feuchten Böden und Senken des Parks boten ideale Voraussetzungen für diese Zucht. Sie war so erfolgreich, dass sie sich zu einem eigenen Wirtschaftszweig mit Abnehmern in der ganzen Welt entwickelte. Seit 1893 war damit Parkinspektor Georg Eichler betraut, der 1892 Gründungsmitglied der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft war. Mit ihm entwickelte sich der Kromlauer Park nicht nur zum Rhododendronpark, sondern erhielt auch zahlreiche andere seltene Gehölze.

Inmitten des Kromlauer Parks befindet sich das Herrenhaus, welches eine wechselvolle Geschichte erlebte und zuletzt 2015 umfassend saniert wurde. Es ist heute Sitz der Tourist-Information Kromlau und beherbergt ein stilvolles Trauzimmer, eine Ferienwohnung und weitere einladend hergerichtete Räumlichkeiten, die auch öffentlich zugänglich sind.

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